| Infos zur Cranberry Anlage |
| Öffnungszeiten | |
| Heidelbeeren | Mitte Juli - Mitte August |
| Cranberries | Ende September - Ende Oktober (bzw. erste Fröste) |
| Tannengrün | Dezember |
| Jeden Mittwoch, Freitag und Samstag von 13:00 - 17:00 | |
| An den übrigen Tagen wegen Pflegearbeiten kein Verkauf möglich. Weitere Tage nach Sondervereinbarung; bitte vorher anrufen und nachfragen: Tel. 08652 / 976 974 (Anrufbeantworter) oder E-Mail mb@agrisite.de | |
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| Anfahrt | |
| Auf der Strasse von Schönram nach Laufen weist ein Schild "Haus Gottschald" auf die Zufahrt zur Cranberry Anlage hin. Wegen des schlechten Zustands des Fahrwegs und der eingeschränkten Parkmöglichkeiten empfiehlt es sich nur wenige Meter entfernt auf dem großen Parkplatz für den Moorwanderweg zu parken. | |
| Chronik | |
| Prof. Liebster | |
| 1970 bis 1978 wurden die Cranberry Versuchsanlagen von Prof. Liebster und seinen Mitarbeitern (Dipl. Ing. Herrmann Schimmelpfeng, u.a.), Institut für Obstbau der Technischen Universität München, initiert. Ziel war eine sinnvolle Nutzung für ehemalige Torfabbauflächen zu finden. Wegen den feuchten und sauren Bedingungen der Moorböden gibt es nur wenige Möglichkeiten. Prof. Liebster erkundigte sich mit einem Forschungsaufenthalt in den USA über die Kultivierung der Cranberry ("Kulturpreiselbeere") und führte am Institut die Sortenvermehrung durch. | |
| Die Anbauversuche haben gezeigt, dass die Cranberry für die deutschen klimatischen Bedingungen bestens geeignet ist. Weder Düngung noch chemischer Pflanzenschutz werden benötigt, d.h. die Kultivierung ist nachhaltig und biologisch möglich. Trotzdem ist es bis heute die einzige Cranberry Versuchsanlage in Deutschland geblieben. Ehemalige Torfabbauflächen der Moore wurden unter Naturschutz gestellt und mit speziellen Programmen rekultiviert und stehen nicht mehr für diese Frucht zur Verfügung. | |
| Die gesamte Hochmoorfläche in Deutschland beträgt 370.000 Hektar (davon ca. 60.000 ha in Bayern). Ca. 32 % (119.000 ha) sind natürliche und naturnahe Hochmoore und Bewaldungsflächen. | |
| Hans Fiedler | |
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Die Versuchsanlage steht nun bereits gut 37 Jahre. Aus den USA kennt man Anlagen die bei entsprechender Pflege und regelmässiger Verjüngung gut 100 Jahre alt sind. Hans Fiedler hat sich bis zu seinem 90. Lebensjahr um den Erhalt der Anlage im Schönramer Filz gekümmert. Damit ist eine wichtige Anlaufstelle für die Cranberry Kultur in Deutschland erhalten geblieben. |
| Michael Bannert | |
| Seit 1.07.07 habe ich die Anlage übernommen und mir den Erhalt als Ziel gesetzt. Ich werde versuchen die neuen Erkenntnisse aus der Cranberry Forschung in USA auf deutsche Verhältnisse zu übertragen. Sortenerhaltung Als Mitglied von "Arche Noah - Gesellschaft zur Erhaltung und Entwicklung der Kulturpflanzenvielfalt" bemühe ich mich besonders um den Erhalt der alten Cranberry Sorten. Einige Sorten sind über 100 Jahre alt und stammen noch aus der Auslese von Wildvorkommen. Ca. 75% aller Kulturpflanzensorten sind heute bereits ausgestorben. Doch auch alte Sorten mit Wildpflanzencharakter können noch Bedeutung erlangen. Ein Beispiel dazu ist die Sorte "Early Black", die nach Entdeckung der medizinschen Wirkstoffe der Cranberry und einem Sortenscreening um 30% höhere Gehalte aufweist als alle anderen Sorten. Optimierung der Kultivierung Rauhes Herbstwetter, besonders am Standort des Voralpenklimas, kann die Beerenernte erschweren. Mit einer Züchtung auf Frühreife und Frosthärte der Beeren wäre eine Verlängerung des Erntezeitraums möglich und das arbeitsaufwendige Abdecken der Spätsorten mit Frostschutzvlies könnte entfallen. Ein weiterer wichtiger Punkt sind Torfersatzsubstrate und die Erprobung eines Kulturverfahrens auf Acker-/Mineralböden. |
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